Die Platzreife-Prüfungen
Die Prüfung zur Platzreife nach den DGV-Richtlinien umfasst drei verschiedene Prüfbereiche: die Theorieprüfung, die Platzbegehung sowie das praktische Spiel auf dem Golfplatz. Die Inhalte der einzelnen Bereiche möchten wir Ihnen im Folgenden etwas näher vorstellen.
Die theoretische Prüfung
Die theoretische Prüfung nach den Vorgaben des DGV gliedert sich wiederum in zwei verschiedene Teile. Zum einen erbringen Sie durch das Ablegen der theoretischen Prüfung den Nachweis, die Golfregeln genau zu kennen und sich danach zu richten, andererseits weisen Sie zusätzlich nach, die Regeln der Etikette - das heißt, das Verhalten auf dem Golfplatz - erlernt zu haben. Diese zwei Bereiche werden jedoch zumeist in einer theoretischen Prüfung zusammengefasst. Dafür erhält der Prüfling einen Fragebogen, der nach dem Multiple-Choice-Verfahren (mehrere Antwortmöglichkeiten zur Auswahl, von denen jeweils eine oder mehrere angekreuzt werden müssen) aufgebaut ist. Dieser Bogen besteht aus 30 Fragen, die in einer Zeit davon maximal 30 Minuten beantwortet werden müssen. Die meisten Vereine lassen es dabei zu, das Regelbuch des DGV zur Beantwortung der Fragen im Test zu nutzen.
Wie viele dieser Fragen Sie richtig beantworten müssen, um den theoretischen Teil zur Platzreife zu bestehen, variiert von Verein zu Verein. Der DGV gibt hierfür keine festgelegten Richtlinien vor.
Die Platzbegehung
Die so genannte Platzbegehung - auch Platzrunde genannt - gehört bereits zur praktischen Prüfung. Sie können in diesem Teil der Prüfung nicht durchfallen, da es sich dabei nicht um einen Test handelt, sondern lediglich um eine Übung, bei der Sie zusammen mit dem Ausbilder einen kompletten 18-Loch-Golfplatz begehen und dabei alle dort vorhandenen Örtlichkeiten kennen lernen. In diesem Zuge wird Ihnen der Ausbilder auch die verschiedenen Fachbegriffe erklären, z. B. was ein Bunker, ein Grün und so weiter bedeutet.
Die praktische Prüfung
Sofern Sie die Theorie erfolgreich bestanden und die Platzbegehung absolviert haben, kann es nun daran gehen, den praktischen Teil der Prüfung zu absolvieren und damit die Platzreife anzugehen. Zu diesem Zweck müssen Sie insgesamt neun Löcher spielen, von denen aber nur sechs als Prüfungsteil gewertet werden. Idealerweise sollten Sie vor Ablegen dieser Prüfung die betreffenden neun Löcher schon mehrmals zusammen mit einem Trainer bespielt haben.
Mit dieser praktischen Prüfung müssen Sie nachweisen, dass Sie das Golfspiel zumindest so weit beherrschen, um problemlos eigenständig auf dem Platz spielen können, ohne andere Spieler zu behindern oder gar zu gefährden.
Je nach Club können hier unterschiedliche Bedingungen zum Bestehen der praktischen Prüfung festgelegt werden. Meist sieht dies so aus, dass eine gewisse Schlaganzahl vorgegeben wird, die Sie entweder erreichen oder im Idealfall unterbieten müssen.
Sofern Sie auch diesen Test bestanden haben, steht der erteilten Platzreife nichts mehr im Wege. Sie erhalten eine entsprechende Urkunde darüber, mit der Sie die Möglichkeit haben, auf anderen Golfplätzen zu spielen und dort Ihre Platzreife entsprechend nachzuweisen.



